Geschichte von Brüssel
Im Jahre 966 wurde Brüssel erst mal als Bruocsella (Kapelle im Sumpf) in einer Urkunde von Otto des Großen erwähnt, doch spätestens durch den bau einer Festung im 10. Jahrhundert wurde Brüssel zu einer Stadt. Im Mittelalter herrschte der Herzog von Brabant, unter dem Brüssel wirtschaftlich aufstieg. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt zur Hauptstadt von Burgund. Nachdem jedoch Maria von Burgund den Kaiser Maximilian heiratete, wurde sie Habsburgisch. Im 16. Jahrhundert gehörte die Brüssel zu Spanisch-Niederlande, jedoch wenig später wurde die Stadt wieder die Hauptstadt von Burgund. Dieser wirtschaftliche Aufstieg zog damals viele Einwohner an, jedoch sollte er nicht lange bleiben. Durch die Verfolgung der Protestanten durch katholische Herrscher wanderten die Intellektuellen ab. Nach dem dreißigjährigen Krieg wurde Brüssel wieder der Spanisch-Niederlande zugesprochen.
Zwischen 1672 und 1678 führte König Ludwig der XIV Krieg gegen die Niederlande, woraufhin er den Grand Place zerstörte. Anfang des 18. Jahrhunderts gewannen die Habsburger die südlichen Niederlande wieder zurück. Daraufhin wurde Brüssel wieder erfolgreicher. Während der Französischen Revolution kam dieses Gebiet unter französische Herrschaft, was 1815 jedoch wieder ein Ende nahm. Brüssel wurde zu einem Königreich unter Wilhelm von Oranien. Die Unterschiede zwischen dem Protestantischen Norden und dem katholischen Süden führten zur belgischen Revolution, in dessen Folge sich Belgien von den Niederlanden abtrennte, und Brüssel zur Hauptstadt erkor. Selbst heute sind nicht sämtliche Streitigkeiten beseitigt, denn Belgien ist in niederländisch- und französisch-sprachige Einwohnergruppen geteilt. Somit ist das Land zweisprachig, mit Brüssel, der Haupstadt Belgiens und der EU, als intellektuellem und kulturellem Zentrum.